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Indu-Sol auf der SPS 2019 in Nürnberg

04.12.2019
Indu-Sol auf der SPS 2019 in Nürnberg

Nomen est omen: Im 30. Jahr ihres Bestehens erhielt die SPS IPC Drives von der veranstaltenden Messegesellschaft Mesago eine neue, wegweisende Bezeichnung: Smart Production Solutions. Eine wesentliche Voraussetzung für die intelligente Produktion ist dabei ohne Frage die Digitalisierung, wie auch Sylke Schultz-Metzner (Vice President SPS), in mehreren Interviews betonte. Für Digitalisierung wiederum braucht es Daten.

„Qualitätssicherung, Energiemanagement, Technologieoptimierung ‒ der Datendurst in der Produktion steigt zusehends“, resümiert Karl-Heinz Richter, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb bei der Indu-Sol GmbH, seine Eindrücke von der Messe. „In unseren Gesprächen haben wir ein deutlich gestiegenes Bewusstsein für das Netzwerk als datentransportierende Infrastruktur gespürt. Auffällig dabei war, dass viele Kunden bereits mit einer konkreten Problemstellung zu uns kamen. Zukunftsgerichtete Themen wie TSN, 5G oder Cloud-Lösungen wurden zwar auch thematisiert, jedoch ging es häufiger um Themen aus dem ‚Hier und Jetzt‘ “, so Richters Fazit.

Lange Zeit wurde dem Netzwerk wenig Beachtung geschenkt und seine Funktion vorausgesetzt. Ausschlaggebend für das nun gestiegene Bewusstsein um das Netzwerk sei die Beobachtung, dass bei der Planung und Auslegung zwar oft die zu erwartende PROFINET-Netzwerklast berücksichtigt werde. Jedoch kommunizieren mehr und mehr prozessbegleitende Anwendungen ebenfalls über das PROFINET-Netzwerk ‒ die von ihnen verursachte, azyklisch auftretende Netzwerklast werde oft nicht berücksichtigt. Die Folge seien dann oft „mysteriöse“ Ereignisse, die nur sporadisch auftreten und sich nicht zu Analysezwecken reproduzieren lassen.

Chief Technology Officer Andy Carius ergänzte in diesem Zusammenhang die Bedeutung diagnosefähiger Infrastruktur ‒ in ethernetbasierten Netzwerken wie PROFINET typischerweise die Switches. Gemeinsam mit der Netzwerkstruktur können sie die Performance der Automatisierungslösung als Ganzes erheblich beeinflussen.

Parallel zur ethernetbasierten Kommunikation drehte sich zudem eine nennenswerte Anzahl der Gespräche am Indu-Sol Stand um die Themen PROFIBUS sowie EMV & Potentialausgleich. Noch immer gibt es eine große Anzahl von PROFIBUS-Bestandsanlagen, deren „Alterungserscheinungen“ aufgrund des betriebsbedingten Verschleißes es permanent messtechnisch zu überwachen gilt. Durch eine entsprechende Vorwarnung bei sich andeutenden Qualitätsverschlechterungen bleibt Betreibern dann immer noch genügend Zeit, um zu entscheiden, ob sie anfallende Wartungsmaßnahmen selbst durchführen oder auf die Unterstützung eines externen Dienstleisters zurückgreifen.

Mit steigernder Vernetzung und dem immer häufigeren Einsatz von höherfrequenter Leistungselektronik zeigt sich zudem in der Praxis immer häufiger die Bedeutung eines optimalen Potentialausgleiches. Welche Richtlinien hier gelten und wie sich die Praxistauglichkeit messtechnisch nachweisen lässt, konnten die Besucher des Indu-Sol Stands ebenfalls erfahren oder bei einem kleinen Quiz selbst herausfinden.

Somit lieferte die zurückliegende SPS einen weiteren Beleg dafür, dass in Zeiten des rasanten technischen Fortschritts nicht nur intelligente und leistungsfähige Infrastrukturkomponenten benötigt werden. Die Bedeutung von technologischem Know-how und Erfahrungsträgern, die dieses auf den individuellen Praxisfall übertragen können, nimmt immer stärker zu. Indu-Sol steht dafür, unter anderem als international zertifiziertes Competence und Training Center für PROFIBUS und PROFINET, gern als Anlaufstelle bereit.

Welche Themen aus der Welt der industriellen Netzwerke die Messe bestimmten und welche Highlights von Indu-Sol präsentiert wurden, zeigt das folgende Video noch einmal in der Zusammenfassung:


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  • Christian Wiesel

    Christian Wiesel

    Presse / Öffentlichkeitsarbeit